Honeylensphotographing

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Slowenien

2025

Slowenien - Du hast mein Herz erobert.

2025 führte uns unsere Reise nach Slowenien und damit begann nicht nur ein unvergessliches Abenteuer, sondern auch der Start dieses Reiseblogs. Ein echtes Highlight für mich!

Wir haben knapp zehn Tage in Slowenien verbracht, das Land mit einem Camper erkundet und auf verschiedenen Campingplätzen übernachtet. Eines steht fest: Wir werden ganz bestimmt wiederkommen!

Alle Wanderungen, die wir auf dieser Reise unternommen haben, findest du auf Plattformen wie Komoot, Bergwelten, Outdooractive und ähnlichen Webseiten.

Start unserer Reise

Unsere Slowenien Reise startete in Mozirje, eine charmante Ortschaft im oberen Savinja-Tal. Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Abstecher in Bled gemacht und gleich mit unserern ersten Wanderung begonnen: Auf die Aussichtspunkte  Mala Osojnica (685 m) und Ojstrica (611 m)!

Diese kurze Tour bietet einen  wunderschönen Blick auf die berühmte Insel im Bleder See und lässt sich in kurzer Zeit gut absolvieren – die Strecke beträgt etwa 2,4km. Solange ihr gut zu Fuß seid, ist die Wanderung problemlos machbar. Der Weg hält zwar einige knackige Steigungen und eine steile Treppe bereit, stellt für die meisten Erwachsenen aber kein großes Hindernis dar. Uns sind auf diesem Weg auch viele Familien begegnet.

Achtung: Einige Wanderer laufen den Rundweg entlang und lassen den Anstieg zur Mala Osojnica aus – unser Tipp: Nehmt die Extrarunde auf euch, denn der Ausblick von oben lohnt jede Anstrengung!

Nach unserer kleinen Wanderung haben wir uns am See ein Boot gemietet und sind direkt zur berühmten Bled Island übergesetzt. Ihr habt dabei die Wahl: Für etwas 20 € pro Person könnt ihr mit den traditionellen, von einem Ruderer gesteuerten, Pletna-Booten fahren oder für ca. 25 € insegesamt ein eigenes Paddelboot für eine Stunde mieten. Wir haben uns für das Paddelboot entschieden – eine Stunde hat vollkommen ausgereicht, um gemütlich zur Insel und wieder zurück zu paddeln.

Auf der Insel selbst wurde uns die Eisdiele ans Herz gelegt – und sie hat uns nicht enttäuscht. DIe Kugeln sind war nicht günstig, dafür aber wirklich riesig und unglaublich kecler.

Unser persönliches Fazit: Der AUsblick auf Bled Island von den Aussichtspunkten war für uns das absolute Highlight. Ein Besuch auf der Insel selbst ist nett, aber unserer Meinung nach kein Muss – wir hätten darauf durchaus verzichten können.

Tipp: Am Seeufer könnt ihr nicht nur Boote, sondern auch SUPs ausleihen. Wenn ihr ein Paddelboot mieten möchtet, checkt unbedingt früh die Verfügbarkeiten! Vor allem um die Mittagszeit sind viele Boote schon für eine oder mehr Stunden ausgebucht. Am Verleih könnt ihr euch aber auf eine Warteliste setzten lassen und dann zur vereinbarten Zeit am Steig zurückkommen.

Forest Camp Mozirje

Nach unserem kurzen Ausflug nach Bled führte uns die Reise zu unserem ersten Campingplatz: dem Forest Camping Mozirje. Wir wurden dort sehr herzlich empfangen und bekamen direkt eine ausführliche Führung über das Gelände. Der Campingplatz liegt idyllisch im Wald und direkt am Fluss Savinja und bietet neben Stellplätzen für Camper und Zelte auch gemütliche kleine Unterkünfte.

An der Rezeption könnt ihr euch bequem Fahrräder ausleihen und die damit die Umgebung erkunden. Der Platz ist äußerst gepflegt und die Sanitäranlagen werden regelmäßig gereinigt. Vor allem die Naturduschen haben es uns besonders angetan! Der Campingplatz ist besonders familienfreundlich, was sich auch in den Gästen widerspiegelte. 

Unser Tipp für warme Tage: Für eine kleine Kaution könnt ihr euch einen Reifen ausleihen und euch ganz entspannt auf dem Fluss treiben lassen – wenn es warm ist, solltet ihr aber schnell sein, bevor alle verliehen sind!

 

Raduha (2062 m)

Eine knapp einstündige Fahrt brachte uns zu unserem Starpunkt für die Wanderung auf den Raduha. Obwohl die Distanz lediglich 39 Kilometer betrug, war die Anfahrt selbst ein kleines Abenteuer. Zwischendurch hatten wir sogar die Befürhcutng, auf einen Wanderweg geraten zu sein. Letzlich erreichten wir jedoch tatsächlichen einen Parkplatz und waren dort auch nicht allein.

Sobald der asphaltierte Weg endete, führte die Strecke durch den Wald, wurde für unseren Camper ziemlich und war von steilen Abhängen gesäumt. Wir hatten großes Glück, niemandem entgegenzukommen.

Direkt am Parkplatz  startete  unsere Wanderung. Zwar gab es überwiegen ausreichende Markierungen, dennoch waren wir froh, die Route zusätzlich auf auf unserem Handy gespeichert zu haben, da einige Abzweigungen nicht gut gekennzeichnet waren.

Der Aufstieg bot immer wieder herrliche Ausblicke und war streckenweise sehr steil. Manchmal fühlte es sich fast an wie Treppensteigen. Doch die Mühe lohnte sich – am Gipfel wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. 

Nach einer kurzen Pause und einem Gipfel-Lunch begann der Abstieg. Auch dieser Abschnitt war stellenweise sehr steil und verlangte volle Aufmerksamkeit, Trittsicherheit sowie ausreichend Zeit. Auf etwas 1.550 Metern Höhe kamen wir an einer Alm vorbei, wo wir uns ein erfrischendes Getränk gönnten, bevor wir die letzten knappen drei Kilometer in Angriff nahmen.

Der Rundweg umfasste etwas 7, 85 Kilometer mit 610 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Mit Pausen benötigten wir ungefähr fünf Stunden.

Camp Gabrje

Trotz der Hauptsaison haben wir das Risiko auf uns genommen, unser nächstes Reiseziel erst während der Tour festzulegen. Zum Glück hatten die freundlichen Mitarbeitenden des Camp Gabrje bei Tolmin noch einen Stellplatz für unseren Camper frei.

 Der Campingplatz erstreckte sich über eine große Fläche mit verschiedenen Stellplätzen. Wer Glück hat, ergattert sogar einen Platz mit Blick auf die Soca. Die Plätze sind nicht fest zugewiesen, aber das funktionierte problemlos. Obwohl wir täglich mit dem Camper auf Ausflügen unterwegs waren, konnten wir immer wieder problemlos zu unserem Stellplatz zurückkehren.

Der Platz verfügt über saubere Sanitäranlagen, einem separaten Bereich zum Abspülen sowie Waschmaschine und Trockner. Für Sportbegeisterte gibt es ein Beachvolleyballfeld. Zu den Stoßzeiten konnte es zwar schon mal zu kleineren Wartezeiten an Duschen oder Spülstellen kommen, das heilt sicher aber stehts im Rahmen.

Wahrscheinlich habt ihr es schon bemerkt: Mit dem Camp Gabrje führte unsere Reise ins wunderschöne Soca-Tal. Dort unternahmen wir weitere Wanderungen, besuchten auf dem Weg die Hauptstadt Ljubljana und erkundeten die beeindruckende Tolmin-Klamm.

Dom Dr. Klementa Juga - Krnsko-See Runde (1430 m)

Für diesen Rundweg benötigten wir mit Pause am See etwa fünf Stunden. Die Strecke war rund  11 Kilometer lang und es galt 810 Höhenmeter zu überwinden. Startpunkt war ein Parkplatz, von dem aus wir direkt in die Route einstiegen.

Der Weg führte uns über einen kurvenreichen und zum Teil etwas steileren Pfad durch den Wald bis zum höchsten Punkt.  Von dort rennten uns noch noch wenige Minuten vom See. Da es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt, ist das Schwimmen im See – für Mensch und Hunde gleichermaßen – verboten.

Auf dem Rückweg passierten wir eine weitere Hütte, auf eine Einkehr verzichtete wir diesmal jedoch und gingen direkt zurück zum Parkplatz.  Die vielen Kurven ließen den Abstieg für einen Moment endlos erscheinen, doch die letzte große Schleife deutete schließlich das Ende unserer Wanderung an.

Tolmin-Klamm

Ein Ausflug in die Tolmin-Klamm durfte für mich nicht fehlen und so nutzten wir diesen Tag als kleine Erholung, bevor wir am letzten Tag vor unserer Abreise unsere größte Wanderung angehen wollten.

In Tolmin selbst gibt es zwei kostenlose Parkplätze, von denen aus ihr die Klamm gut zu Fuß erreichen könnt. Während der Hauptsaison verkehrt sogar ein kostenloser Shuttlebus. Wir parkten auf P2 und brauchten etwas 15 Minuten bis zum EIngang der Klamm. Direkt am Eingang gibt es zudem einen kostenpflichtigen Parkplatz (P1).

Es lohnt sich, die Tickets vorab über die offizielle Webseite zu buchen. Dort könnt ihr euch unkompliziert ein einstündiges Zeitfenster reservieren, in dem ihr die Klamm betreten dürft. Sollte es euch aus irgendeinem Gründen nicht möglich sein, zum gebuchten Zeitpunkt anzukommen, könnt ihr das Ticket an der Kasse gegen eine kleine Gebühr von 1,- € umbuchen.

Mit dem Ticket auf dem Handy konnten wir uns das Anstehen an der Kasse sparen und  direkt in die Klamm eintreten.

Für den Besuch der Klamm solltet ihr 1 bis 2 Stunden einplane. So bleibt genügen Zeit, die Strecke gemütlich zu gehen, Fotos zu machen und bei Interesse die Infotafeln zu lesen. Die Klamm liegt nahezu eben, es gilt aber einige Treppenstufen zu bewältigen.

Ein wichtiger Hinweis zu den Drehkreuzen: Achtet auf die Beschilderungen vor Ort. Das Drehkreuz an der Brücke ermöglicht anscheinend einen Wiedereintritt innerhalb von 15 Minuten (dies haben wir allerdings nicht getestet). Weiter oben befindet sich ein weiteres Drehkreuz, das ausschließlich als Ausgang genutzt werden kann. Einigen Besucher sind hier versehentlich hindurchgegangen und konnten daher nicht erneut in die Klamm eintreten.

Krn (2244 m)

Zum Abschluss unserer Reise haben wir uns für unsere längste Wanderung entschieden. Früh am Morgen fuhren wir zum Parkplatz der Kuhinja Berghütte und starteten unser vorerst letztes Abenteuer in Slowenien.

Auf dem Weg zum ersten Gipfel, der Batognica, passierten wir einen kleinen Bergsee. Unterwegs begegneten wir Kühen und Schafen, die an den steilen Berghängen auch Geröll gelöst hatten. Daher war Vorsicht geboten, wesonders wenn wir uns unter ihnen auf dem Pfad befanden.

Die Bergkette zwischen Krn und  Batognica ist auch historisch bedeutsam: Immer wieder trifft man auf Überreste aus dem Ersten Weltkrieg. Der Gipfel der Batognica wurde damals durch eine Explosion zerstört.

Nachdem Erreichen der Batognica wanderten wir weiter zum Krn. Für diese Etappe solltet ihr trittsicher und schwindelfrei sein, denn die Wege sind stellenweise sehr schmal und führen teils steil hinab. Mit ein wenig Kletterei, einem kurzen Abstieg und einem letzten, knackigen Anstieg erreichten wir nach etwa 4:30 Stunden den Gipfel des Krn. Dort genossen wir eine fantastische Aussicht – diesmal mit Blick auf den Krn-See, den wir wenige Tage zuvor zu besucht hatten. 

Obwohl uns Wolken eingeholten, blieb uns auf dem Gipfel eine großartige Aussicht erhalten. Beim Abstieg verfinsterte sich der Himmel und wir liefen zeitweise durch dichten Nebel. Vorbei an der Schutzhütte folgten wir dem Weg zurück zur Kuhinja Berghütte. Dort gönnten wir uns als kleine Belohnung ein kühles Getränk, bevor wir zurück zum Campingplatz führen und unsere letzte Nacht in Slowenien verbrachten.

Für diese Wanderung solltet ihr unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen, da der Aufstieg über die Südseite verläuft und kaum Schatten bietet. Spezielle Ausrüstung ist nicht notwendig, abgesehen von guten Wanderschuhe und ggf. Wanderstöcken. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Grundausdauer sind jedoch unerlässlich.

Insgesamt waren wir etwa 8:30 Stunden unterwegs, wovon die reine Wanderzeit etwa 7:30 Stunden betrug. Auf einer Strecke von 16 Kilometer überwanden wir 1.349 Höhenmeter.

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