Madeira
2025
Madeira - Die grüne Insel.
Neben Slowenien durften wir in 2025 auch Madeira bereisen. Die kleine Insel stand schon lange auf unserer Reise-Wunschliste und umso größer war die Vorfreude auf die nächsten 11 Tage.
Da die Insel relativ klein ist, hatten wir uns dazu entschieden eine Unterkunft in Machico zu nehmen und die Insel mit einem Mietwagen zu erkunden. Die Stadt ist nur wenige Kilometer vom Flughafen entfernt und unseren Mietwagen haben wir auch direkt dort abholen können. Ein Shuttle hat uns ganz unkompliziert nach unserer Ankunft direkt zum Mietwagen gefahren.
Alle Wanderungen, die wir auf dieser Reise unternommen haben, findest du auf Plattformen wie Komoot und der offiziellen Visit-Madeira Webseite.
Unsere Wanderungen
Unsere erste Wanderung auf Madeira war ein toller Einstieg in den Urlaub und ging entlang der Küste am östlichen Ende der Insel. Der PR 8 – Vereda da Ponta de São Lourenço ist zwar hügelig, würde ich jedoch als einfache Wanderung bezeichnen. Der Weg ist in einem guten Zustand und lässt sich angenehm bewandern. Wir wussten, dass wir uns auf Regen einstellen müssen und hatten wirklich jeden Tag unsere Regenjacke dabei aber hatten Glück und diese Wanderung war die einzige, an der wir längere Zeit dem Regen ausgesetzt waren. Madeira bleibt auch bei Regen wunderschön und das ganze verleiht der Natur noch einen ganz besonderen Flair. Der Boden auf dieser Wanderung wurde jedoch richtig lehmig und wir hatten nach wenigen Metern immer wieder schwere Schlammbrocken an unseren Schuhen kleben, die wir immer wieder mal abschütteln mussten.
Eine weitere Wanderung, die wir uns nicht entgehen lassen wollten war der PR 3 zum Pico do Arriero. Viele fahren bis auf den Pico do Arriero, da die Straße tatsächlich bis zum Gipfel führt. Wir würden aber jedem, der Spaß am Wandern hat den Weg zu Fuß empfehlen. Oft wird der Sonnenaufgang als „Geheimtipp“ deklariert, weil der Gipfel mit dem Auto zu erreichen ist aber das ist alles andere als ein Geheimtipp. Wir waren nicht zum Sonnenaufgang dort, doch soll es dort zu der frühen Zeit immer wieder zu Stau und großen Menschenmengen kommen und mit ganz viel Pech hat man schlussendlich nur einen Blick auf den Nebel. Umso glücklicher waren wir über unseren gewählten Weg. Auf dem Weg nach oben waren wir fast durchgehend alleine und sind erst kurz vor dem Gipfel auf Menschen gestoßen. Leider ist der PR1 seit den großen Waldbränden auf Madeira geschlossen, sodass dieser nur auf ca. 1,2 KM begangen werden kann. Wir haben uns dagegen entschieden, da der Weg arg überlaufen war. Wir haben uns am Gipfel für einen kleinen Rundweg auf der anderen Straßenseite entschieden, bevor wir nach einer kleinen Mittagspause den PR3 wieder nach unten gelaufen ist. Der Weg führt am Anfang / Ende (je nachdem aus welcher Richtung gesehen) an einem kleinen Wald-Café vorbei – ein kurzer Besuch lohnt sich.
Da einer der bekanntesten Wege (PR1) gesperrt ist, haben wir uns für den PR 1.2 entschieden, um den Pico Ruivo zu besteigen. An der Hütte befinden sich zudem noch drei weitere Wanderwege, sodass man ganz individuell entschieden kann, ob man die Wanderung noch weiter anpassen möchte.
Madeira zu Fuß zu erkunden ist eine tolle Art, um die Insel kennen zu lernen. Die Wanderungen haben wir überwiegend über die visit-Madeira Webseite und hier und da tolle Alternativen auf Komoot gefunden. Neben den oben genannten Wanderungen haben wir natürlich auch einige Levada-Wanderungen gemacht, für die Madeira besonders bekannt ist. Hier empfehlen wir auch etwas „unbekanntere“ Wanderungen zu recherchieren, da die bekanntesten wirklich arg überlaufen sind und manchmal dem Wandern etwas den Spaß nehmen. Wir waren bereits in der Nebensaison auf Madeira und ich möchte mir nicht vorstellen, wie es zur Hauptsaison auf den Wanderwegen aussieht. Hier ein paar Levada-Wanderungen, die wir unternommen haben:
- PR6 Levada dos 25 Fontes & Rabacal Risco: Eine der bekanntesten Levada-Touren und dementsprechend auch gut besucht. Da die Wege entlang der Levada oft relativ schmal sind, muss man hier immer wieder dem Gegenverkehr ausweichen bzw. es kommt zu kleinen Staus. Wir fanden den Wasserfall Risco am Ende schöner als die 25 Fontes und würden rückwirkend betrachtet die 25 Fontes auch eher auslassen. Für viele ist es aber einer der Dinge, die man gesehen haben muss und einige würden uns da vermutlich nicht zustimmen.
- Levada do Poco do Bezerra & Balcoes: Eine schöne und vor allem bei Nebel mystische Runde durch grüne Wälder. Wir hatten an diesem Tag viel Neben aber das hat der Umgebung einen tollen Charme verliehen. Dafür haben wir jedoch am Aussichtspunkt auf eine weiße Wand geschaut.
- PR15 Verada da Ribeira da Janela: Auf dieser Tour waren wir überwiegend alleine. Hier kann jeder ganz individuell entscheiden, wie lang er den Weg gehen möchte und einfach wieder umdrehen. Nach ein paar Kilometer geht es zu einem Tunnel und ihr braucht unbedingt eine Taschenlampe, um sicher und trocken auf die andere Seite zu kommen.
Die Levada-Wanderungen sind wirklich schön aber die drei Touren haben uns dann auch gereicht. Natürlich hat jede Tour irgendwo seinen eigenen Charme aber für uns wäre es irgendwann zu eintönig geworden.
Ein paar Tipps: Auf den Wetterbericht ist sich nicht zu verlassen. Ihr könnt am morgen drei verschiedene Wetterseiten aufrufen und alle werden etwas anderes vorhersagen. Zwiebelsystem und Regenjacke waren daher eine gut bewährte Lösung. Die meisten Wanderwege auf Madeira sind kostenpflichtig, diese könnt ihr bequem im voraus online bezahlen. Manchmal trefft ihr auch vor Ort Personen an, die dies kontrollieren bzw. die Gebühren einnehmen. Zum Zeitpunkt unserer Reise lag die Gebühr bei 3,- €, die wir gerne gezahlt haben – ganz unabhängig, ob es Kontrollen gab.
Funchal
Funchal lohnt sich auf jeden Fall für einen Städtetrip – hier könnt ihr nicht nur toll Brunchen und Essen gehen, auch werden hier viele Touren, wie zbs. Whalewatching, angeboten. Über eine Gondel gelangt ihr einmal nach oben, wobei es auch einen viel günstigeren Weg gibt – den Bus. Falls euch also der Ausblick aus der Gondel nicht ganz so wichtig ist, ist der Bus auf jeden Fall eine günstige alternative, für die wir uns entschieden haben. Wir haben anschließend ein paar schöne Stunden im Tropical Garden verbracht und einen tollen Ausblick gehabt. Von dort gelangt ihr auch zu den traditionellen Korbschlitten, die euch wieder in Richtung Stadtzentrum bringen (jedoch nicht den ganzen Weg). Wir sind uns sicher, dass es ein einmaliges Erlebnis ist aber auch hier war die Schlange so unglaublich lang, das wir uns dagegen entschieden haben.
Für alle Feinschmecker haben wir noch eine tolle Restaurant Empfehlung – das Informal macht wirklich hervorragendes Essen und wir hatten einen sehr schönen Abend. Da keine Reservierungen möglich sind, empfiehlt es sich etwas vor Eröffnung da zu sein, da auch hier die Schlange lang werden kann. Sich die Zeit zu nehmen, lohnt sich aber wirklich!
Seixal & Porto Moniz & Fanal Forest
Seixal ist vor allem für seinen schwarzen Sandstrand bekannt aber erwartet nicht zu viel – Der Strandabschnitt ist sehr klein und unglaublich überlaufen. Auf der kleinen Straße zum Strand gibt es oft kein vor und zurück mehr, sodass man erst mal in dem Auto festsitzt und die Parkplätze sind bereits früh morgens belegt. Ich war dort, um an einem Surfkurs teilzunehmen und das kann ich auch nur empfehlen aber der Strand an sich ist für mich ganz klar overhyped. Einen tollen Surfkurs gibt es auch an vielen anderen schönen Stränden und ja der Strand ist schwarz aber der Stress lohnt sich unserer Meinung nach hierfür gar nicht.
In Porto Moniz sind wir gemütlich an der Küste entlang spaziert und haben uns die natürlichen Lava Pools angeschaut – für einen Schwimmspot sicherlich ein nettes Ziel, da wir jedoch Madeira hauptsächlich zum Wandern bereist haben, hat es uns dort nicht lange gehalten.
Fanal Forest wird oft als einer der „must-see“ Orte in Madeira bezeichnet und ihr habt bestimmt schon mal ein Bild von dem mystischen Wald bei Nebel gesehen. Hier werden uns sicherlich einige nicht zu stimmen, aber uns hätte es am Ende gereicht den Fanal Forest auf einem Bild zu sehen. Als wir dort waren, schien die Sonne und der besondere Flair von Nebel lag nicht um die Bäume. Wir fanden die Ausblick am Rande der Wiese am Ende fast schöner als den Forest selbst. Für uns ein Ort, der nicht zwingend auf der „Must-See-Liste“ stehen muss.
Achadas da Cruz
Eine seeehr steile Seilbahn bringt euch an den kleinen Küstenort Achadas da Cruz. Für jeden, der Schwindelfrei ist, ist das sicherlich ein Erlebnis. Die Seilbahn dient nicht nur dem Tourismus, sondern auch um die Ernte der Landwirtschaft zu transportieren. Als wir dort waren, wirkte das kleine Dorf aber sehr verlassen. Bis auf weitere Touristen sind wir dort niemanden begegnet. Dennoch für uns ein toller Kurzausflug mit schönem Spaziergang an der Küste entlang.
Madeira - Es war schön dich kennenzulernen
Unser Madeira-Urlaub bleibt für uns in ganz toller Erinnerung. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit und es machte Spaß die Insel zu erkunden. Dennoch bleibt es für uns fürs erste bei einer einmaligen Reise auf die portugiesische Insel. Einen letzten kleinen Tipp geben wir euch gerne noch mit – für alle, die ein kleines Abenteuer mögen: Eine Buggy-Tour können wir euch wirklich empfehlen. Es ist zwar eine staubige/schlammige Angelegenheit aber mit den kleinen Dingern durch die Gegend zu fetzen macht wirklich unglaublich viel Spaß. Wir hatten zudem eine ganz liebe Führerin, die ihre Geheimtipps der Insel verriet und einen traditionellen und ihrer Meinung nach besten Ponchas auf der Insel mit uns getrunken hat.